CAS Migration & Gesellschaft - Migrantische Familien in Deutschland im Spannungsverhältnis kultureller Diversität und Selbstbestimmung - Migration und Gesellschaft

€130.00
Inhalt:
Eine Migration ändert nicht nur die Situation des Einzelnen, sondern auch die der Familie als System. Für die meisten migrantischen Familien ist der familiäre Zusammenhalt ein wichtiger Aspekt zur Bewältigung von mannigfaltigen Lebensumständen, zugleich aber auch als Rückzugsort und Verbündeter in einer immer komplexeren globalisierten Welt.   Vor allem aber wirken Familiensysteme außerordentlich entscheidend für die Entwicklungsprozesse von Migranten. Fragen der Erziehungsvorstellungen, -ziele, Lebensformen, Generationsbeziehungen, Partnerwahl; aber auch der Umgang mit anderen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen sind wichtige Fragestellungen für die Persönlichkeitsentwicklungen von migrantischen Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden. Hier vermengen sich integrationstheoretische Ansätze mit familiensoziologischen Erklärungsmustern.   Besorgniserregend ist jedoch die Tatsache, dass sich immer mehr ethnisch und religiös homogene Sozialträume bilden. Dies ist nicht nur eine Reaktion auf Diskriminierungserfahrungen und Alltagsrassismus, sondern auch ein Zeichen von emotionaler Desintegration und Resignation. Wie kann es uns also gelingen diese und ähnliche Tendenzen zu verhindern? Wie können Familiensysteme gestärkt und Risikofaktoren vermindert werden? Wie können Integrationsprozesse von migrantischen Kindern und Jugendlichen in ihren Familienkonstrukten gefördert werden? Und wie lassen sich Wartekollisionen verhindern?


Leitung:
Dipl.-Soz.Päd. Samy Charchira


Max. Teilnehmer: 20

Gebühren:
130,00 EUR

Anmeldung:
Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Termin: 03.09.2020 - 03.09.2020
Anmeldeschluss: 13.08.2020
Zeitraum:
03.09.2020 / 10:00-16:00
Seminarnummer: 20200137