CAS Migration & Gesellschaft - Transkulturelle Aspekte von Krankheitsverstehen und psychischer Erkrankung - Migration und Gesellschaft

€130.00
Inhalt:
Das Thema Kultur rückt im Bereich der Definition Gesundheit und Krankheit zunehmend in die Diskussion. Angesichts einer wachsenden Zahl von Menschen mit Migrationshintergrund erscheint es sinnvoll, sich mit dem Begriff von Krankheit in im Kontext unterschiedlicher Kulturen und Religionen zu beschäftigen. Der kulturelle Hintergrund ist insbesondere bei psychischen (und neurologischen) Erkrankungen bedeutsam. Wenn die Seele am Boden liegt, beschreiben Menschen anderer Herkunftskulturen ihre psychischen Leiden meist ganz anders und zeigen auch ein anderes Krankheitsverständnis für psychische Erkrankungen ihrer Kinder. Das kann trotz guter sprachlicher Verständigung zu falschen Diagnosen und falscher Behandlung führen. Aufgrund der hohen Belastungen von Menschen mit Migrationshintergrund ist davon auszugehen, dass sie prozentual mindestens genauso häufig in der psychosozialen Versorgung anzutreffen sind wie Menschen deutscher Herkunft. Tatsächlich jedoch sind sie weit unterrepräsentiert, dann aber am Ende der Versorgungskette überproportional häufig in der Psychiatrie durch Zwangseinweisung. Das Seminar vermittelt Kenntnisse über kulturspezifische Orientierungssysteme und geht darauf ein, welche Krankheitskonzepte es in anderen Herkunftskulturen gibt, um kultursensibel ein Verständnis für
den Hintergrund der Familien und ihr Fühlen, Denken und Handeln zu verstehen und damit entsprechende Hilfezugänge zu unterstützen.


Leitung:
Dr. Stefanie Kirchhart


Max. Teilnehmer: 20

Gebühren:
130,00 EUR

Anmeldung:
Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Termin: 19.06.2020 - 19.06.2020
Anmeldeschluss: 26.05.2020
Zeitraum:
19.06.2020 / 09:30-16:30
Seminarnummer: 20200135