CAS MIgration und Gesellschaft - Resilienz und Migration - Migration und Gesellschaft

€130.00
Inhalt:
In Deutschland werden soziale Ungleichheiten der Bildungschancen durch leistungsfremde Merkmale wie die soziale und ethnische Herkunft oder das Geschlecht bedingt. Gleichheit der Bildungschancen bestünde, wenn Faktoren wie Herkunft, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit etc. keinen messbaren Einfluss auf Bildungsergebnisse hätten. Studien belegen allerdings nicht nur geringere Bildungschancen für Schüler/Innen mit Migrationshintergrund, sondern verdeutlichen auch, dass einem Großteil dieser Gruppe kaum adäquate Bewältigungsstrategien und -ressourcen zur Verfügung stehen. Dies hat zur Folge, dass es im Vergleich zu Jugendlichen ohne Migrationshintergrund tendenziell häufiger zu Stressreaktionen kommt sowie soziale Problemlagen und strukturell bedingte Barrieren.
In den letzten Jahren fand in Wissenschaft und Fachpraxis eine Abkehr von einer derart defizitorientierten Perspektive statt; vermehrt wird nun das Augenmerk auf ressourcen- und lösungsorientierte Ansätze gerichtet. In diesem Zusammenhang rückt zunehmend auch das Resilienz-Konzept (Widerstandsfähigkeit) in den Fokus der Diskussion. Es wird danach gefragt, wie sich Jugendliche, die in widrigen Lebensumständen aufgewachsen sind, trotzdem positiv entwickeln können. Eine ressourcenorientierte Sichtweise ist die wichtigste Grundlage für die Identifikation förderlicher und förderbarer Faktoren und kann dazu beitragen, das institutionelle Unterstützungssystem zu verbessern. In Kooperation mit allen Akteuren und Beteiligten kann sie dabei helfen, benachteiligte Jugendliche besser zu unterstützen.




Leitung:
Dr. phil. Donya A. Gilan


Max. Teilnehmer: 20

Gebühren:
130,00 EUR

Anmeldung:
Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Termin: 22.03.2019 - 22.03.2019
Anmeldeschluss: 01.03.2019
Seminarnummer: 20190165